Der Siegerentwurf von Behnisch & Partner
Das OZEANEUM ist ein offenes Haus, das, ähnlich vom Wasser umspülter Steine im Meer, von allen Seiten von Besuchern und Licht durchströmt wird. Mit seinen Formen und seiner Farbe bezieht es sich eher auf das Meer als auf die Stadt. Das Gebäude ist in vier einzelne, den Themen des Ausstellungskonzepts zugeordnete Baukörper gegliedert. Das Bauvolumen wird damit aufgeteilt und fügt sich in den Maßstab der Umgebungsbebauung ein. Alle Ausstellungsbereiche befinden sich in den Obergeschossen, so dass Rundgänge durch die Ausstellungen den allgemeinen Publikumsverkehr nicht kreuzen.
Die Form der einzelnen Baukörper entsteht aus den inneren funktionalen Anforderungen des Hauses. Die Aquarien gruppieren sich um einen zentralen Wörter- und Technikbereich, der über kurze Wege und optimiertem Platzbedarf das Bedienen der Becken ermöglicht. Für den Besucher ergibt sich somit ein Rundgang um diesen Kern aus Aquarien. Die Becken erschließen sich analog der didaktischen Reise des Besuchers durch die Ostsee und Nordsee einzeln und hintereinander. Die Außenform des Gebäudes zeichnet diesen Rundgang nach und fährt den Besucher in den Aquarienbereichen, den Ausstellungsbereichen und im Gebäudeteil "Riesen der Meere" wieder zurück zum zentralen Foyer.
Frei geschwungene Bänder umspielen die Fassaden der Ausstellungs- und Aquarienkörper wie vom Wind geblähte Segel. Von der eigentlichen Baumasse unabhängig, wirken die Bänder mit ihren auskragenden Rändern leicht und elegant. Durch diese Bänder sind die unterschiedlichen Funktionen der einzelnen Baukörper gestalterisch verbunden und lassen trotz der Differenziertheit des Gebäudes ein einheitliches Bild entstehen.
Die Fassade ist aus großformatigen vorgebogenen Stahlblechen zusammengesetzt, die von einem ortsansässigen Unternehmen geschnitten und gebogen wurden.
Für die Freiflächen des Ozeaneums wurde das auf der Hafeninsel traditionell verwendete Granitpflaster verwendet. Der Belag zieht sich auf der gesamten Grundstücksfläche sowie im Foyer durch, um zum Einen die Grenzen zwischen Außen- und Innenraum aufzulösen, zum Anderen aus Sicht der Denkmalpflege die alten und neuen Beläge zu verbinden.
Auf dem Vorplatz strukturieren runde "grüne Sitzkissen" den Freibereich. Sie sind mit Gräsern bepflanzt, die sich im Wind bewegen, gleichzeitig aber auch Schutzwirkung haben.










