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OZEANEUM » Ausstellungen » Erforschung und Nutzung

Erforschung und Nutzung der Meere

Nur sehr langsam und mit großem technischem Aufwand gelingt es uns, dem Meer seine Geheimnisse zu entlocken. Im Zusammenspiel aller Bereiche der Meeresforschung und nur durch das Zusammenfügen vieler Forschungsergebnisse ist es den Wissenschaftlern möglich, ein Bild des Lebensraumes Meer zu entwerfen. Mit jeder neuen Erkenntnis bekommen wir eine Vorstellung von dem, was uns an wundersamen Dingen noch erwarten wird. Gleichzeitig plündert und gefährdet der Mensch die Meere: Überfischung, Umweltverschmutzung, Schifffahrt sind hier die Schlagworte.

Erst in der heutigen Zeit haben wir verstanden: Im Meer laufen Prozesse ab, die für die Entstehung des Lebens und für dessen Fortbestand lebenswichtig sind. Viel Unentdecktes gibt es noch zu erforschen.

 

Hier erhalten Sie einen ersten Einblick in die Ausstellung:

 

Fotos: Johannes-Maria Schlorke, Redaktion: Nicole Buchmann.

 

Noch vor der eigentlichen Ausstellung trifft der Besucher auf Großexponate der Meeresforschung. Die legendäre GEO, das erste deutsche bemannte Forschungs-Tauchboot, ein Tiefseelander und weitere Geräte begrüßen die Besucher. Nach Originalbauplänen gefertigte Modelle zeigen die wichtigsten, derzeit im Einsatz befindlichen deutschen Forschungsschiffe im Maßstab 1:50, darunter die MARIA S. MERIAN, SONNE, METEOR und das Polarforschungsschiffes POLARSTERN.

 

 

Historische Tauchhelme stimmen mit einem Hörspiel auf die Ausstellung ein.
Historische Tauchhelme stimmen mit einem Hörspiel auf die Ausstellung ein. (Foto: OZEANEUM)

Als Einführung in die neue Ausstellung stellt ein Diorama das Zusammenspiel der Meeresforschungsgeräte von Satelliten bis zu Forschungstauchbooten vor. Daneben lauschen Kinder unter historischen Tauchhelmen dem kleinen „Jaques“, der abenteuerliche Geschichten von Tauchpionieren erzählt. Mit Betreten der leicht geneigten Bodenfläche begibt sich der Besucher an Deck eines Forschungsschiffes auf See. Schauvitrinen bilden die Reling, hinter der im offenen Meer Forschungsgeräte die Schätze der Ozeane aufspüren und Wissenschaftler unbekannte Arten entdecken. Eine Installation zeigt anhand von 65 Schaugläsern exemplarisch die Vielfalt des Lebens im größten Lebensraum unseres Planeten, u. a. einen drei Meter langen 2007 vor Rügen gestrandeten Schwertfisch.

 

Präparierter Eisbär in der Ausstellung
Präparierter Eisbär in der Ausstellung (Foto: J.-M. Schlorke)

Auf Monitoren laufen Klimasimulationen, während ein Eisbär aus der Präparationswerkstatt des Museums als möglicherweise tragische Figur des Klimawandels zu einem verantwortlichen Umgang mit der Umwelt mahnt. Ein Sedimentkern gibt an anderer Stelle Auskunft, wie sich das Klima in den letzten Jahrtausenden verändert hat. Bohrkerne aus dem tieferen Untergrund blicken sogar noch weiter in die Vergangenheit zurück.


 

Das Meer ist ein gigantisches Labor. Mit Kranzwasserschöpfer, Planktonnetz, Mesokosmos und Sedimentfalle werden beispielhafte Instrumente gezeigt, mit denen sich die Wissenschaftler Einblicke in die Welt der globalen Stoffkreisläufe verschaffen, von denen sie erst langsam die Grundregeln verstehen lernen. 

 

In der Mitte der Ausstellung befindet sich ein Raum, der mit seiner dunklen Enge und dem begrenzten Sichtfeld der Bullaugen wie das Innere eines Tauchbootes gestaltet ist. Original-Unterwasseraufnahmen von Forschungsexpeditionen sind zu einer zehnminütigen fiktiven Tauchfahrt verbunden, deren Bilder auf sechs synchronisierten Monitoren gezeigt werden.

 

Die Ausstellung zeigt den Besuchern, worauf sie beim Fischverzehr achten sollten.
Die Ausstellung zeigt den Besuchern, worauf sie beim Fischverzehr achten sollten. (Foto: J.-M. Schlorke)

Unsere Meere sind eine wichtige Ressource zur Ernährung der Menschheit. Doch diese Ressource ist nicht unerschöpflich und reagiert sensibel, wie die Mitspieler beim Fischerei-Simulationsspiel „ecoOcean“ erleben können. Eine Grafik zeigt, wie leicht selbst ein großes Museum wie das OZEANEUM Platz in einem der heute üblichen riesigen Schleppnetze findet. Die Besucher, die an dem nachfolgenden, reich gedeckten Tisch Platz nehmen, müssen zugleich erfahren, welche Arten und Mengen als Beifang z. B. eines Krabbenbrötchens sterben mussten. Für ein Kilogramm konventionelles Schweinefleisch werden u. a. drei Kilogramm Fischmehl verarbeitet.

 

Die Meeresforschung ist seit Jahrzehnten Sammlungs- und Forschungsgegenstand des Deutschen Meeresmuseums, was sich schon immer in aktuellen Ausstellungen widerspiegelte. Gemeinsam mit anderen, ebenfalls im Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) vertretenen Einrichtungen, dem World Wide Fund for Nature (WWF) und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) vertreten durch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) und das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), wurde das Ausstellungskonzept entwickelt und über ein Jahr lang intensiv an den Inhalten gearbeitet. Die virtuelle Tauchfahrt wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ermöglicht. Die Ausstellung wird weiterhin unterstützt von der Offshore-Stiftung, dem Wind Energy Network Rostock e. V. sowie mehreren Reedereien.

 

Weitere Bilder zur Ausstellung.