Erforschung und Nutzung der Meere
Nur sehr langsam und mit großem technischem Aufwand gelingt es uns, dem Meer seine Geheimnisse zu entlocken. Im Zusammenspiel aller Bereiche der Meeresforschung und nur durch das Zusammenfügen vieler Forschungsergebnisse ist es den Wissenschaftlern möglich, ein Bild des Lebensraumes Meer zu entwerfen. Mit jeder neuen Erkenntnis bekommen wir eine Vorstellung von dem, was uns an wundersamen Dingen noch erwarten wird. Gleichzeitig plündert und gefährdet der Mensch die Meere: Überfischung, Umweltverschmutzung, Schifffahrt sind hier die Schlagworte.
Erst in der heutigen Zeit haben wir verstanden: Im Meer laufen Prozesse ab, die für die Entstehung des Lebens und für dessen Fortbestand lebenswichtig sind. Viel Unentdecktes gibt es noch zu erforschen.
Noch vor der eigentlichen Ausstellungshalle trifft der Besucher auf Großexponate der Meeresforschung. Die legendäre GEO begrüßt die Besucher. Es ist das erste deutsche bemannte Forschungs-Tauchboot. Der Verhaltensforscher Hans Fricke beobachtete mit der GEO die für ausgestorbenen gehaltenen Quastenflosser in ihrem natürlichen Lebensraum. Die GEO wurde 1988 nach mehr als 800 Tauchfahrten außer Dienst gestellt.
Ein Meilenstein der deutschen Meeresforschung ist auch der erste deutsche Tiefsee-Lander. Zwischen 1986 und 1991 ermöglichte dieses Forschungsgerät Langzeitbeobachtungen, die Entnahme von Proben und weitere Experimente am Meeresboden bis in Tiefen von 5 000 Metern.
Mit einem Epibenthosschlitten können Organismen am oder kurz über dem Meeresboden eingesammelt werden. Der Schlitten wird über eine Winde bis in
6 000 Meter Tiefe zum Meeresboden herabgelassen und über den Boden gezogen. So können sich die Meeresforscher ein Bild davon machen, welche Tiere und Pflanzen direkt am Boden der Tiefsee leben.








