Ausstellung Erforschung und Nutzung

Mit Betreten der leicht geneigten Bodenfläche des Ausstellungsraumes begeben Sie sich an Deck eines Forschungsschiffes auf See. Schauvitrinen bilden die Reling, hinter der im offenen Meer Forschungsgeräte die Schätze der Ozeane aufspüren und Wissenschaftler unbekannte Arten entdecken.

Wie das Diorama zu Beginn der Ausstellung zeigt, nutzen Wissenschaftler heute hochtechnologische Forschungsgeräte, um den Zustand und die Veränderung der Meere zu erfassen. Geräte wie Satelliten, Tauchroboter, Mess- und Beobachtungsstationen oder schlichte Sammelbehälter geben einen Eindruck von den Schwierigkeiten bei der Erforschung des Meeres.

Das nächste Modul der Ausstellung gibt einen Überblick über wichtige biologische Themen der Meereswissenschaften. Die Erforschung des Artenreichtums der Meere ist ein internationales Großvorhaben, das kontinuierlich neue Erkenntnisse liefert, denn die Artenvielfalt der Meere ist bisher nur in Bruchteilen bekannt. Besonders in den kleinen und Mikro-Dimensionen ist die Vielfalt an Lebewesen bisher kaum überschaubar.

In der Mitte des Ausstellungsraumes befindet sich ein Tauchfahrtkino. In einer zehnminütigen, virtuellen Fahrt geht ein Tauchboot auf die Reise von der Ostseeküste bis zum Mittelatlantischen Rücken in 4 000 Metern Tiefe, bevor es langsam wieder an die Oberfläche steigt. Dabei erfahren Sie mehr über die Lebensräume in den Ozeanen und begegnen Schweinswalen, Makrelen und Degenfischen. Sie entdecken heiße Quellen am Meeresboden, bizarre Tiere der Tiefsee sowie Mondfisch und Riesenhai anhand von originalem Filmmaterial deutscher Forschungseinrichtungen.

Sehenswert ist das Tauchboot MANTIS. Das gut zwei Meter lange und eine Tonne schwere Unterwasserfahrzeug wurde ursprünglich für die Inspektion von Unterwasserpipelines konstruiert. Durch die Einstiegsluke bekommen Sie einen guten Eindruck von den beengten Verhältnissen der MANTIS. In dem Tauchboot konnte eine Person in Tiefen bis zu 700 Meter hinabtauchen. Berühmtheit erlangte ein Schwesterschiff der MANTIS durch den Einsatz im James-Film „In tödlicher Mission“.