OZEANEUM-News

Greenpeace Aktionstage im OZEANEUM: Plastik, nein danke!

Vom 27.06. - 01.07. informiert die Naturschutzorganisation im OZEANEUM darüber, wie Mikroplastik die Meere verseucht und was jeder dagegen tun kann.

Ob Zahnpasta, Gesichtspeelings, Waschmittel oder Plastiktüten: All diese Produkte können in der Meeresumwelt durch sogenanntes Mikroplastik verheerende Schäden anrichten. Bei den Aktionstagen vom 27. Juni bis 1. Juli von 10:00 - 17:00 Uhr im OZEANEUM informiert Greenpeace über die vielfältigen Ursachen und Folgen der mikroskopisch kleinen Plastikteilchen und zeigt Wege zu deren Vermeidung auf. „Unsere Meere werden zum Endlager für winzigen Plastikmüll, der sich überall verteilt. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, dies zu ändern, indem Plastik nur sparsam gebraucht und ordnungsgemäß entsorgt wird. Beim Einkauf sollte auf Produkte ohne Mikroplastik geachtet werden“, so Sandra Schöttner, Meeresexpertin von Greenpeace.

Mikroplastik gefährdet Mensch und Tier 

Mikroplastik wird vielen Kosmetik- und Reinigungsprodukten als Schleif-, Binde- oder Füllmittel beigemischt. Für Kläranlagen sind die Partikel oftmals zu klein und so gelangen sie über die Abwässer in die Flüsse und schließlich ins Meer. Dort werden sie nicht selten von Meerestieren verschluckt. Auch aus Plastikabfällen, die im Meer schwimmen und über die Zeit von UV-Strahlen und Wellen zermürbt werden, entsteht Mikroplastik. Inzwischen wurden die Teilchen in etlichen Meerestieren wie Wattwürmern, Speisefischen, Muscheln, Garnelen und Blauwalen nachgewiesen.

Bei den Aktionstagen im OZEANEUM werden Ehrenamtliche von Greenpeace mit den Besuchern Experimente durchführen, die Mikroplastik in Kosmetikprodukten sichtbar machen. Zudem wird Plastikmüll ausgestellt, den Greenpeace-Aktive im Mai und Juni am Strand der vor Stralsund gelegenen Insel Dänholm eingesammelt haben – darunter Verpackungen, Kaffeebecher, Badvorleger, Einlegesohlen, Kabel und Schläuche. Dazu gibt es Bastelaktionen, Infotafeln und Unterschriftenlisten für den Meeresschutz.

Greenpeace-Kampagne gegen Plastik im Meer

Die Aktionstage sind Teil der aktuellen Greenpeace-Kampagne „Welle machen für den Schutz der Meere“. Schätzungen zufolge gelangen jährlich bis zu 13 Millionen Tonnen Plastik vom Land aus ins Meer. Greenpeace fordert als eine erste Maßnahme, Einwegtüten aus Plastik sowie Mikroplastik in Kosmetik- und Reinigungsprodukten zu verbieten. Bei einer Greenpeace-Aktion Ende Mai vor dem Brandenburger Tor in Berlin knüpften mehrere Hundert Menschen wiederverwertbare Einkaufsnetze: ein stiller aber aktiver Protest gegen die durch Plastiktüten verursachten Umweltprobleme.