OZEANEUM-News

Welle machen für Meere ohne Plastikmüll - Greenpeace-Aktionstage zu Mikroplastik im OZEANEUM

Plastikmüll verschmutzt weltweit Flüsse und Meere – mit unabsehbaren Folgen für Mensch und Umwelt. Winzige Plastikteilchen finden sich bereits in Speisefischarten wie Kabeljau und Makrele sowie in Garnelen und Muscheln – auch aus der Nord- und Ostsee. Doch viele Verbraucher wissen nicht, welche Schäden durch Plastik im Meer entstehen und dass sie das Problem durch ihren Konsum mitverursachen. Bei den Aktionstagen vom 11. bis 13. April im OZEANEUM informiert Greenpeace darüber, wie Mikroplastik in die Umwelt gelangt und wie sich das vermeiden lässt.

„Jeder kann dazu beitragen, die Meere vor Plastik zu schützen. Am einfachsten ist es, keine Plastiktüten beim Einkauf zu verwenden und Produkte in Einwegverpackungen zu vermeiden. Vor allem sollte jeder Kosmetikprodukte, die Mikroplastik enthalten, im Laden stehen lassen“, sagt Sandra Schöttner, Greenpeace-Expertin für Meere.

Die Hersteller von Kosmetik-und Körperpflegeprodukten belasten die Meere, da sie flüssige, wachs- und gelartige Kunststoffe in ihren Cremes und Lotionen einsetzen. Diese gelangen täglich über Haushaltsabwässer in die Umwelt. Mikroplastik entsteht darüber hinaus zum großen Teil durch Plastikmüll, der in Flüssen und Meeren durch Wind, Wellen und UV-Strahlen mit der Zeit zerrieben wird.

Bei den Aktionstagen am Ozeaneum erfahren Besucher Mikroplastik hautnah. Greenpeace zeigt Wasserproben aus deutschen Flüssen, in denen Plastikpartikel mit dem bloßen Auge zu erkennen sind, sowie Meeressand, aus dem Besucher die kleinen Plastikteilchen heraussieben können. Ehrenamtliche von Greenpeace stellen Kosmetik- und Körperpflegeprodukte vor, die verschiedene Kunststoffe enthalten. Eine Unterschriftenaktion an die Bundesregierung läuft unter dem Motto „Welle machen für Meere ohne Plastikmüll“.

Laut einer repräsentativen Umfrage vom Emnid-Institut im Auftrag von Greenpeace befürworten drei Viertel der Deutschen ein generelles Verbot von Plastik in Kosmetik- und Körperpflegeprodukten. Von den Kosmetikherstellern erwarten 83 Prozent der Befragten, dass sie keine Kunststoffe in ihren Produkten einsetzen. „Die Naturkosmetik zeigt seit Jahren, dass Kunststoffe unnötig sind. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks muss endlich für ein umfassendes Verbot sorgen“, fordert Schöttner.“

Mehr Informationen:

Greenpeace-Aktionstage: Dienstag, 11. April bis Donnerstag, 13. April, 10 bis 17 Uhr.