Die Humboldt-Pinguine auf der Dachterrasse

Zu den Publikumslieblingen des OZEANEUMs zählen die Humboldt-Pinguine auf der Dachterrasse gleich neben dem Meer für Kinder. In ihrem 120 000 Liter fassenden Unterwasserbereich können sie beim Schwimmen und Tauchen ebenso gut beobachtet werden, wie auf ihrem Brutfelsen.

Humboldt-Pinguine sind eine gefährdete Art. Die gefiederten Schwimmer im OZEANEUM stammen aus Nachzuchten und sind in Zoos in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen. Im OZEANEUM sind in den Jahren 2011 und 2012 bereits die ersten beiden Pinguinküken geschlüpft.

Die Humboldt-Pinguine im OZEANEUM hatten bereits prominenten Besuch vom dänischen Kronprinzenpaar und der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die Patin von Humboldt-Pinguindame Alexandra ist.

Was ist die Mauser?

Federn nutzen im Laufe des Jahres ab und verlieren ihre wärmende sowie wasserdichte Funktion. Daher müssen Pinguine einmal im Jahr ihr Federkleid wechseln. Diese Zeit nennt sich Mauser und findet in der Regel im Juli und August statt.

Vor der Mauser fressen sich Pinguine eine dicke Fettschicht an, da sie während des Federwechsels nicht ins Wasser gehen, um Fisch zu jagen. Die neuen Federn schieben die alten Federn heraus. Dies führt dazu, dass die Tiere im Wasser nicht mehr so schnell und wendig sind, somit also leichte Beute für Raubtiere wären. Außerdem dringt das kalte Wasser an die Haut und die Tiere unterkühlen sehr schnell.

Während der Mauser verzehren die Pinguine ihre Fettreserven, sie ist ein anstrengender und für den Körper belastender Vorgang, der die Tiere zu dieser Zeit etwas matt und abgekämpft aussehen lässt. 

Humboldt-Pinguine sind keine antarktische Art, sondern leben an den heißen Küsten von Chile und Peru. Um die Körpertemperatur zu regulieren, geben sie Hitze über die gut durchbluteten dünnen Flügel, die Füße und die nackten Hautstellen am Schnabel ab. Außerdem hecheln sie.