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Plastik aus Kosmetik gefährdet die Meere - Greenpeace-Aktionstage im Ozeaneum

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Die Vermüllung der Meere mit Plastik schreitet ungebremst voran. Ob große Plastiktüten oder winzigste Plastikteilchen – Kunststoffe in den Meeren beeinträchtigen inzwischen hunderte von Tierarten. Bei den Aktionstagen vom 22. bis 24. Mai im OZEANEUM informiert Greenpeace darüber, wie feste und flüssige Mikrokunststoffe aus Kosmetik die Meeresumwelt und Menschen belasten.

Greenpeace zeigt, dass Kosmetikhersteller wie Beiersdorf oder Henkel-Schwarzkopf Kunststoffe in ihren Produkten einsetzen – trotz vorhandener Alternativen und obwohl sich die Branche freiwillig verpflichtet hat, auf Mikroplastik zu verzichten. „Die Kosmetikhersteller müssen endlich aufhören, unsere Meere mit Plastik zu verschmutzen. Kunststoffe haben egal in welcher Form in Duschgels, Haarsprays und Co. nichts zu suchen“, sagt Greenpeace-Meeresexpertin Sandra Schöttner.

Bei den Aktionstagen in Stralsund wird Greenpeace eine zwei Meter große Nivea-Duschgel-Flasche mit der Aufschrift „Plastik inside“ vor dem OZEANEUM aufstellen. Mithilfe einer Checkliste im Visitenkartenformat beraten Ehrenamtliche von Greenpeace, wie man als Verbraucher beim nächsten Einkauf Plastik in Kosmetik erkennen kann. Besucher des Museums können Wasserproben aus deutschen Flüssen und Meeressand auf Plastikteile untersuchen. Es gibt eine Unterschriftenaktion mit der Forderung an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), Mikrokunststoffe in Kosmetik umfassend zu verbieten.

Mikroplastik landet in der Nahrungskette

Fast alle konventionellen Kosmetik- und Körperpflege-Produkte enthalten Mikrokunststoffe. Sie werden in fester, flüssiger und anderer Form eingesetzt und gelangen über das Abwasser in Flüsse und Meere. Viele Mikrokunststoffe sind nicht zweifelsfrei umweltverträglich, andere sogar nachweislich umweltschädlich – sie gelten als langlebig, giftig oder reichern sich in Lebewesen an. Von kleinsten Plastikteilchen weiß man bereits, dass sie im Meer in die Nahrungskette gelangen können und schließlich mit den Speisefischen auch wieder auf unserem Teller landen.

Greenpeace-Proteste gegen Nivea und Drei-Wetter Taft

Gegen den Einsatz von Mikrokunststoffen in Nivea-Produkten des Herstellers Beiersdorf und in Drei-Wetter-Taft-Haarsprays von Henkel-Schwarzkopf haben Greenpeace-Aktivisten in den vergangenen Wochen protestiert. Ende April demonstrierten sie bei der Hauptversammlung von Beiersdorf in Hamburg. Am ersten Mai-Wochenende fanden in fast 60 Städten Protestaktionen gegen Henkel statt – u.a. in Rostock, Hamburg und Berlin. Die Aktionen zeigen erste Wirkung: Beiersdorf will sich Anfang Juni mit Greenpeace an einen Tisch setzen.

Mehr Informationen:

Greenpeace-Aktionstage: Montag, 22. Mai bis Mittwoch, 24. Mai, 10 bis 17 Uhr.