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Junge Dänen lernen „Meer Deutsch“ am Deutschen Meeresmuseum

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Vom 2. bis zum 6. November besuchten 11 Schülerinnen und Schüler mit ihren beiden Lehrern einer Schule aus Smørum (Dänemark) das MEERESMUSEUM und das OZEANEUM. Sie wollen „durch das Meer“ die deutsche Sprache anwenden und besser erlernen. „Deutsch lernen einmal anders“ lautet die Devise bereits zum zweiten Mal.

Vom 2. bis zum 6. November besuchten 11 Schülerinnen und Schüler mit ihren beiden Lehrern einer Schule aus Smørum (Dänemark) das MEERESMUSEUM und das OZEANEUM. Sie wollen „durch das Meer“ die deutsche Sprache anwenden und besser erlernen. „Deutsch lernen einmal anders“ lautet die Devise bereits zum zweiten Mal. Inhaltlich interessant und ohne grammatische Hürden soll das Sach- und Fachprojekt über das Meer in deutscher Sprache bei den Schülern den Spaß am Deutschlernen erwecken. So könnte man kurz das Projekt MeerDeutsch beschreiben. Initiiert wurde das Projekt vom Lehrer Dr. Carl Kinze, der nicht nur ein engagierter Deutsch- und Biologielehrer, sondern auch ein international renommierter Walforscher ist und seinen Schülern besonders gern dieses Thema vermittelt. Neben dem Besuch der Museen und der Hansestadt ist auch eine Exkursion zum Nationalpark-Zentrum Königsstuhl auf Rügen Teil des Programms, das vom Goethe-Institut in Kopenhagen gefördert wird.

Nach Englisch ist Deutsch die wichtigste Fremdsprache in Dänemark, wird aber leider auch wegen der umfangreichen Grammatik eher als schwierige Sprache aufgefasst. Andererseits gibt es zwischen dem Dänischen und Deutschen sehr viele Gemeinsamkeiten (z. B. Bildsprache, Metaphern), aber auch viele Fachausdrücke sind entweder identisch oder direkt verständlich. Gerade deshalb ist der Zugang zur deutschen Sprache über die Biologie weit offen. 

Der sach- und fachbezogene Unterricht oder CLIL (Content Langue Integrated Learning) als Methode des Spracherlernens erfreut sich weltweiter Anerkennung. CLIL ist nicht „schieres Pauken von Fachvokabeln“ sondern ein „vernetztes“, integratives Lehren und Lernen rund um ein Fach, in diesem Falle Meeresbiologie, auf Deutsch. So ein Projekt gab es bisher nicht – die Premiere fand 2014 in Stralsund statt – und soll zu einem „Dauerrenner“ sowohl für Stralsund, das Deutsche Meeresmuseen und dänische Schulen ausgebaut werden. 

Nach ihrer Anreise am Montag besuchten die Schüler jeweils für ganze Tage das MEERESMUSEUM und das OZEANEUM. Sie nahmen dort an Programmangeboten der Museumspädagogik teil und erfuhren unter Leitung von Eva Klooth, Albert Beyer und Nadine Pankow Neues über die Lebensräume der Tiefsee und der Ostsee. „Die Schüler haben die spannenden Vorträge mit großem Interesse verfolgt“, sagt Lehrer Kinze. Zunächst noch zaghaft nutzten sie bereits am zweiten Tag aktiv ihre Sprachkenntnisse, um nachzufragen oder eigene Erfahrungen beizutragen.

Zuhause in Smørum werden die Schüler in etwa drei Wochen die Ergebnisse ihrer Reise und die eigenen Projektrecherchen in einem kleinen „Minisymposium“ auf Deutsch in ihrer Schule vorstellen. Der von den Schülern erfahrene Mehrwert deutscher Sprachkenntnisse soll sie zum Weiterlernen anspornen.